Belichtung Digitalkameras

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Winemaker

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Hallo Leute,
ich hoffe ich werde hier nicht geköpft. Ich fotografiere schon seit über 10 Jahren mit meiner analogen Nikon und möchte jetzt auf digital umsteigen.

Dazu habe ich mir letztens eine D90 ausgeliehen, heute war ich mit der eos450einer Bekannten unterwegs, beide auf Zeitautomatik also Blendenvorwahl eingestellt.
Beide Kamers haben katastrophal überbelichtet, fast egal in welcher Situation. Kenne das auch von meiner Kompakten Fuji digital.
Besonders im fast Dunkeln "Graue Stunde" bzw. in einen dunklen Wald hinein.
Obwohl es wirklich schon sehr dunkel war und ich auch diese Stimmung einfangen wollte, haben beide Kameras fast taghelle Bilder ausgespuckt.

Der Berater im Fotoladen meinte, die Kamera sei so eingestellt, dass sie immer versuchen taghelle Bilder zu machen und ich müsse dann eine Belichtungskorrektur vornehmen..

Hat er damit Recht? Man möchte doch in der Regel die Sitaution möglichst realistisch darstellen. Warum sind diese Kameras dann so eingestellt?
Bei meiner alten Analogen waren Belichtungskorrekturen eigentlich nur in wenigen Fällen wie z.B. fotografieren gegen die Sonne usw. nötig.
Aber bei diesen Kameras müsste ich eigentlich immer mind. -1 unterbelichtet haben.

ODer gibt es noch andere Möglichkeiten dies in den Griff zu bekommen?
ODer war ich einfach nur zu blöd?

Danke für Eure Antwort.
 
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Ich besitze seit anfang September meine D90, habe aber das selbe wie Du festgestellt. Die D90 neigt gerade bei der Matrixmessung zur Überbelichtung.

Andrerseits lässt sich bei der D90 eine Belichtungskorrektur von -5 bis +5 einstellen. Daher ist eine dauernde Einstellung von -0.3 bzw. -0.7 eher ein psychologisches Poblem
Wobei ich meine gelesen! habe das alle neueren Nikons zum überbelichten tendieren.

Die D90 ist IMHO die beste Kamera Ihrer Klasse, da lässt sich dieses kleine Problem gut verschmerzen.

Gruß Rainer

Ps: Realität und Fotografie haben spätestenz seit Stalin nicht mehr zwingend etwas gemeinsam .
 
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die kamera (nicht nur die digitale) kennt nur mittleres grau. die weiß nicht, dass du vielleicht eine schwarze katze in kohlenkeller oder einen schneehasen in heller schneelandschaft fotografierst. wenn du einen dunklen wald dunkel haben willst, musst du die belichtung folglich nach unten korrigieren. ganz unabhängig von jeder kamera.
 
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eventuell auch mal die ISO-Automatik ausschalten und die ISO auf einen festen Wert einstellen. Eine analoge Kamera konnte ja auch nicht bei jedem Bild eine andere ISO-Empfindlichkeit wählen.
 
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Der Berater im Fotoladen meinte, die Kamera sei so eingestellt, dass sie immer versuchen taghelle Bilder zu machen und ich müsse dann eine Belichtungskorrektur vornehmen..

Die Belichtungsmesser sind auf 18% Grau geeicht, das war auch schon bei den analogen Kameras so. Nur da ist das nicht so aufgefallen, weil man da in solchen Situationen eh nicht mehr fotografieren konnte und solche Dinge auch oft schon im Labor korrigiert wurden.
Wenn also die "mittlere Helligkeit" dunkler ist als 18% grau wird die Kamera zu hell belichten und man muss korrigieren. Das ganze gilt natürlich auch umgekehrt, wenn es heller als "18% grau" ist z.B. eine Schneelandschaft.
 
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Naja, die ISO-Auto Automatik verhindert da allenfalls, das die Belichtungszeit zu lang ist - dafuer liefert sie ggf. Rauschen

Das mit dem mittleren Grau ist auch nur teilweise richtig - naemlich bei Spot-Messung oder mittenbetonter Messung.
Was genau naemlich die Matrix-Messung so macht, weiss keiner genau.

Aber der Tenor stimmt: Eine recht dunklere Szene wird oft heller dargestellt, auch mit Matrix-Messung.

Dieses Prinzip besteht auch genauso auch bei Deiner Analogen - daher wundert es mich, dass das fuer Dich digital anders sein soll.
Ehrlich gesagt, kann ich es kaum glauben
 
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Eventuell sind die Kameras analog und digital etwas anders abgestimmt.

Ich habe eine F90x und eine D90 und bin auch der Meinung, dass die D90 eher versucht etwas heller zu belichten. Oft habe ich deswegen auch -0.3 als Korrekturwert eingestellt.

Allerdings ist gerade beim digitalen Fotografieren in RAW auch noch genug Spielraum in den Lichtern vorhanden, so dass man da noch viel Zeichnung wiederherstellen kann und es meiner Meinung nach nicht so schwer ins Gewicht fällt. Vielleicht ist es auch genau deswegen so justiert.

Ansonsten ist die Matrixmessung so ein bisschen eine eigene Sache, angeblich sind da bestimmte Helligkeitsmuster für typische Situationen hinterlegt und die Elektronik versucht die passende auszuwählen (Unten dunkel, oben Hell … aha: Feld und Himmel …). In manchen Situationen klappt das besser, in manchen schlechter. Und vermutlich von Kamera zu Kamera jeweils ein klein wenig anders.
 
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Zur leichten Überbelichtungstendenz bei Matrixmessung ist bei der D90 noch anzumerken, dass die Aktiv-D-Light Einstellung auf Moderat hier ganz gute Heilung verspricht, ohne das man eine - Korrektur an der Kamera einstellen muß!Grüße, Oliver!
 
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Ich habe D-Lighting auch auf Moderat. Allerdings denke ich dass man es auf Automatik stellen sollte, falls man die 3D Matrixmessung nutzt. Nur so kann die Kamera wohl die Situation richtig "erkennen" und bei der Feld/Himmel Situation, gezielt den Himmer nicht über, das Feld nicht unterbelichten.
Ich gehe der Sache über eine Spotmessung und RAW aus dem Weg, falls ich mir das Bild anders als die Kamera vorstelle oder mache einfach eine Belichtungsreihe um am PC zur Not mit HDR noch etwas rauszuholen.
 
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Meine Analoge belichtet definitiv anders, um nicht zu sagen wesentlich natürlicher und realistischer. Vielleicht hilft der Tipp mit der festen ISO. Aber Moment, bei der Canon hatte ich den ISo Wert manuell eingestellt.

ICh dachte erst das Überbelichten sei ein kameraspezifisches Problem meiner kleinen Fuji (man findet in Foren für diese Kamera nicht selten die Empfehlung standardmäßig um ca. -1 zu korrigieren). Aber es scheint mehr ein Problem digitaler Kameras zu sein. Denn einem Bekannten war es beim Kauf seiner Digitalkamera auch sehr unangenehm aufgefallen. Wir dachten damals noch es liegt an der Kamera selbst.

Ehrlich gesagt fotografiere ich dann lieber weiter analog, scanne ein und lasse mich von Kennern anschreiben, ob ich analog fotografiere, weil meine Bilder so natürliche Fraben haben....

Aber Danke für die Hilfe...
 
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Es gibt hier im Forum eine Meinung, die besagt dass bei den Consumerkameras die Belichtungsmessung so eingestellt ist, dass durchschnittliche Prints dann korrekt herauskommen. Am Monitor ist das dann häufig etwas zu hell.

Wenns nicht passt kann man ja eine permanente Korrektur im System nach Gusto einstellen.
 
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Die mittenbetonte Messung liefert i.d.R. die richtigen Ergebnisse. Bei Matrix scheint die Tendenz der Belichtungsprogramme dahin zu gehen, nichts absaufen zu lassen (was bei Digitalkameras eigentlich die falsche Methode ist).

Und egal welche Meßmethode - Nachtaufnahmen brauchen immer eine Belichtungskorrektur.

D-Lighting ist nur dann sinnvoll, wenn z.B. hohe Licht/Schattenkontraste ausgeglichen werden sollen, als Dauereinstellung würde ich es nicht wählen.
 
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Danke
Und ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass mir jemand eine Vorlage zum Kauf der neue D3S liefert

Nein im Spaß. Was verstehst du unter Prints? Ausdrucke auf dem Drucker zu Hause?

So langsam kriege ich den Eindruck, es könnt doch noch was werden mit mir und Digital.

 
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Das mit den "Natürlichen Farben" ist bei analog aber auch nicht immer so. Hier ist es stark abhängig vom eingesetzten Filmmaterial. Filme verschiedener Hersteller haben/hatten durchaus unterschiedliche Farbwiedergabe. Dazu kommt, die Filmentwicklung, das Aufbelichten und das Papier, die auch die Farben beeinflussen.

Analog zu fotografieren und dann zu scannen ist eigentlich nicht wirklich sinnvoll. Zum einen ist der Arbeitsaufwand deutlich höher, zum anderen bekommt man leicht Qualitätseinbußen dabei. Wenn analog bleiben bietet sich da nur an den Entwickelten Film nicht auf Papier ausbelichten zu lassen sonder gleich auf CD zu bestellen.

Was jetzt das Fotografieren in der Dämmerung angeht, kann ich die Ergebnisse nicht bestätigen. Ich habe selber die D90 und Nacht- und Dämmerungsaufnahmen wirken auch wie Nacht oder wie Dämmerung. Natürlich kann ich bei der Raw-Konvertierung so an dem Bild schrauben, das es fast nach Tag aussieht, aber normalerweise macht das die Kamera nicht automatisch.

Hier mal ein Jpeg "Out of Cam", also nur in der Größe fürs Forum angepasst:



Vor Ort war es eher etwas heller als dunkler...
 
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Ich verstehe darunter die Prints von einem Belichtungsdienstleister.
Ich selber z.B. hab mal einen ganzen Haufen Bilder wunderbar am Monitor optimiert und musste nachher feststellen, das das, was am Monitor klasse leuchtend und gesättigt aussieht im Print recht dunkel herauskommen kann. (Weil es eben nicht leuchtet).
Die Farben haben alle proma gepasst. Aber die Prints hätten eben heller sein dürfen.
 
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Hallo Heng-Sten Berg,

ich habe mal eine Frage zu den Ausdrucken... ich weiß jetzt nicht ob das damit zusammen hängt. Aber es wird ja einem immer wieder geraten den Monitor zu kallibrieren und zwar auf die ausgedruckten/entwickelten Fotos. Es gibt ja sogar beispiel Fotos, wo die verschiedensten Farben drauf sind. Diese Fotos soll man am besten nehmen und direkt dann am Monitor damit die Farben anpassen. So dass es möglichst gleich aussieht auf dem Monitor.
Ist das nicht evtl. eine Möglichkeit keine bösen Überaschungen zu bekommen wie in deinem Fall, oder beziehst du dich wirklich nur auf das "Leuchtend"?

Gruß
Schmaid
 
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Als ich im letzten Jahr meine D300 als erste digitale Kamera bekam, stellte ich mit fest eingestellter ISO und manueller Belichtungsmessung auch mit Erstaunen fest, daß alle Meßwerte an einer Graukarte um 1 bis teilweise 2 Blendenstufen über denen meiner 4 Film-Nikons und des firmenjustierten Gossen-Belichtungsmessers lagen.
Nach meiner Nachfrage hier im Forum mußte ich mich mit der Aussage abfinden, daß das absolut nicht sein kann .
Meine D300 ist jetzt ständig auf -0,7 eingestellt und die Differenz besteht immer noch; hab' mich daran gewöhnt und damit abgefunden.
 
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Die Standardeinstellung der meisten Monitore ist viel zu hell.
Die Helligkeits- und Farbbeurteilung macht nur Sinn an einem kalibrierten Monitor.
 
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Meine D300 ist jetzt ständig auf -0,7 eingestellt und die Differenz besteht immer noch; hab' mich daran gewöhnt und damit abgefunden.

Gibt es an der D300 auch eine Funktion "Feinabstimmung der Belichtungsmessung" ? Da könntest du dann so eine globale Belichtungskorrektur zumindest so vornehmen, dass nicht ständig die Lichtwaage verschoben ist bzw. das (+/-)-Symbol erscheint.
 
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Die Standardeinstellung der meisten Monitore ist viel zu hell.
Die Helligkeits- und Farbbeurteilung macht nur Sinn an einem kalibrierten Monitor.

Es war mir klar das das Kalibrierungsthema nicht lange auf sich waren lassen würde. Dessen ungeachtet glaube ich, selbst bei dem perfekt kalibrierten Monitor besteht trotzdem ein visueller Unterschied zum Print, denn der Monitor leuchtet, der Print nicht. (Wie früher bei Dia und Papierbild)


siehe oben. Kalibrieren soll man unbedingt.


Gibt es an der D300 auch eine Funktion "Feinabstimmung der Belichtungsmessung" ? Da könntest du dann so eine globale Belichtungskorrektur zumindest so vornehmen, dass nicht ständig die Lichtwaage verschoben ist bzw. das (+/-)-Symbol erscheint.

Klar. Gibt es. Ich hab immer -3/6 LW Korrektur eingestellt am meiner D300
 
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