Balgengerät für die D100?

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laufacher1978

Guest
Gibt es für die D100 ein Balgengerät um die optische Achse verändern zu können und mehr Tiefenschärfe zu gewinnen, wie es z.B. bei der analogen Sinar f der Fall ist?
 
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Gabs mal von Hama und ich glaube auch von Nikon.
Aktuell würde ich mal bei Novoflex nachschauen.
Bei der D100 ist die Belichtungsmessung natürlich weg.
Bei dem D100 Sucher muss man zur Schärfebeurteilung schon sehr gute Augen haben



laufacher1978 schrieb:
Gibt es für die D100 ein Balgengerät um die optische Achse verändern zu können und mehr Tiefenschärfe zu gewinnen, wie es z.B. bei der analogen Sinar f der Fall ist?
 
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Wenn Du das Kippen der Schärfenebene meinst (Tilt) ... das kann von den Nikon Balgen nur der PB-4. Durch den Auszug fokussiert man dann je nach Objektiv nur noch im Nahbereich, aber mit einem entsprechenden Objektivkopf langer Brennweite geht's dann auch bis Unendlich. Ich benutze den PB-4 mit einem 150/5.6 EL Nikkor, damit geht's bis Unendlich.

Alles recht speziell und wegen der fehlenden CPU auch ohne Belichtungsmessung an der D100. Einfacher geht es mit dem Tilt & Shift-fähigen Nikkor 85/2.8 PC, das ist voll kompatibel zur D100.

Was genau hast du denn vor?
 
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Wenn ich z.B. eine Aufnahme einer Person machen will, der Hintergrund scharf abgebildet sein soll, sprich an Tiefenschärfe gewinnen will, das interessiert mich.
Für den Makrobereich habe ich mir einen M42-Konverter besorgt, da ich für M42 ein Balgengerät mit Objektiv habe.
 
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laufacher1978 schrieb:
Wenn ich z.B. eine Aufnahme einer Person machen will, der Hintergrund scharf abgebildet sein soll, sprich an Tiefenschärfe gewinnen will, das interessiert mich.

Ach so. Reicht es da nicht, die Blende weit zu schliessen?

Mit der oben genannten Tilt Lösung wird der Schärfebereich nicht größer, er liegt nur anders im Raum (nicht parallel zum Film/Sensor).
 
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Das ist mir bewusst. Habe eine analoge Sinar f.
Aber Vorteile bringt der Balgen in jedem Fall.
Habe nur mit D100 und Balgen noch keine Erfahrung.
Also ist es mit PB-4 möglich?
 
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laufacher1978 schrieb:
Das ist mir bewusst. Habe eine analoge Sinar f.

Dann ist dir die Scheimpflug-Entzerrung bekannt. Dafür hat der PB-4 vorne eine verschieb- und kippbare Standarte. Also nicht so flexibel wie die Sinar.

Du brauchst nur vorne ein Objektiv, was von der Brennweite so lang ist, daß der Fokuspunkt dann noch passt. Wie oben geschrieben benutze ich dafür das 150er EL Nikkor, also ein Großformat-Duka-Vergrößerungsobjektiv. Mit einem normalen F-Bajonett-Nikkor passt der Fokuspunkt für ferne Objekte nicht, weil das Objektiv in sich schon zu viel Auszugsverlängerung hat.
 
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Ja. Danke für die schnelle Hilfe.
Machen Sie mit dem Balgengerät auch Portraitaufnahmen?
Wenn ja, mit welchem Objektiv?

Grüße Jochen
 
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Hallo Jochen,

nein, nur Produktaufnahmen, wo man viel Zeit hat, alles einzustellen.
 
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Darf ich Fragen mit welchen Gläsern in welchem Abstand?
Ist es überhaupt möglich Portrait über das Balgengerät zu machen?
Oder eignet es sich nur für den Makrobereich?
 
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laufacher1978 schrieb:
Darf ich Fragen mit welchen Gläsern in welchem Abstand?

Hab ich doch oben geschrieben in Beitrag 3 Vor allem sind es Objekte im Nahbereich, aber mit dem 150/5.6 EL kann man bis Unendlich fokussieren, soweit nötig. Praktisch benutzt habe ich das nur sehr selten.

laufacher1978 schrieb:
Ist es überhaupt möglich Portrait über das Balgengerät zu machen? Oder eignet es sich nur für den Makrobereich?

Der Hauptzweck des Balgengerätes ist es, zusätzlichen Auszug zu ermöglichen für Fokussierung im Nahbereich. Für Portrait erscheint mir das nicht der sinnvollste Weg. Auszug alleine bringt auch keinen Gewinn an Schärfentiefe, auf den du offensichtlich aus bist. Nur kippen kann man die Schärfenebene dann eben als Nebeneffekt dieses Balgens ... s.o.

Für deine Zwecke würde ich sagen ... Finger weg.
 
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volkerm schrieb:
Ich unterschreibe die Aussage von Volker aus folgenden Gründen:

Es ist zwar richtig, dass Shift-/Tilt-Balgengeräte die gleichen technischen Grundprinzipien realisieren, welche auch auf die Großformatkamera anzuwenden sind, aber die Randbedingungen sind wie schon festgestellt völlig andere. An der Großformatkamera werden meist Objektive mit relativ weiten Bildwinkeln im Fern- und gemäßigten Nahbereich eingesetzt. Durch Wahl eines Weitwinkelbalgens sind hier teilweise sehr extreme Verstellungen möglich. Aufnahmemedium ist entweder Film oder allenfalls ein Scanback. Wenn Flächensensoren zum Einsatz kommen, sind das bestenfalls adaptierte Mittelformatbacks mit 48x36 Sensor, also kaum mehr etwas, was man als Großformatfotografie bezeichnen kann.

Dies unterscheidet sich beim verstellbaren Balgengerät in folgenden Punkten:

Unendlicheinstellungen ist erst mit Balgenobjektivköpfen ab etwa 100mm möglich. Von Nikon gab / von Novoflex gibt es solche Spezialobjektive. Diese haben keine Entfernungseinstellung, sondern sind für die Fokussierung am Balgen bestimmt. Alternativ wie von Volker beschrieben adaptierte Repro- oder Vergrößerungsobjektive, welche den Balgenobjektivköpfen ähneln. Eine Brennweite von 105mm, die der Novoflex Balgenkopf a.f.a.i.r. hat, ist für Porträts schon recht lange, speziell durch den Cropfaktor der D-SLR. Wenn wir es mit einer 4x5" Kamera vergleichen würde, entspräche das etwa einem 600mm Objektiv. Für Porträts schon etwas sehr lange.

Die Verstellmöglichkeiten halten sich in Grenzen. Die Shiftmöglichkeit ist dadurch eingeschränkt, dass durch den Spiegelkasten und vor allem durch die verringerte Empfindlichkeit der Sensoren für stark schräg einfallende Lichtstrahlen der Verstellung wesentlich engere Grenzen gesetzt sind, als von der Sinar gewohnt. Bei der Tilt-Verstellung setzt wie gewohnt der Bildkreis die Grenzen. Hier sind natürlich Repro- und Vergrößerungsobjektive im Vorteil, weil sie bei der Brennweite eh für Mittel-/Großformat gerechnet sind. Es ist allerdings die Frage, ob man bei so relativ langen Brennweiten durch Tilting wirklich mehr gewinnt, als bei einer Brennweite von 50 bis 85mm durch simples Abblenden zu holen ist. Abgesehen davon, dass Porträts mit Brennweiten von 100 bis 150mm schon einigen Abstand und damit ein geräumiges Studio voraussetzen.

Mal abgesehen davon ist bei D-SLRs die Tiefenschärfe durch das kleine Aufnahmeformat ohnehin ein Vielfaches dessen, was eine Großformatkamera überhaupt durch Abblendung erzielen kann. Hier ist das Problem eher die gezielte Freistellung durch geringe Tiefenschärfe. Über zuwenig hat sich da noch keiner beschwert.
 
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Hallo Jochen,
Es gibt noch die Möglichkeit eine DSLR an das Sinar System zu Adaptieren.
Entsprechende Adapter - Platten mit Nikon Bajonett gabs auch von Sinar.
Ob man mit einer D100 viel Freude hat möchte ich bezweifeln.
Unter D3 / 5D würde ich damit nicht an fangen wollen.
 
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SCFR schrieb:
eine DSLR an das Sinar System ... adaptieren.
Das ist zwar richtig, aber in diesem Fall ersetzt die Sinar nur das Balgengerät. Die grundsätzlichen massiven Unterschiede zwischen Sinar und D100 werden davon kaum berührt.

Da allerdings die Sinar ohnehin vorhanden ist, wäre das eine Möglichkeit, die Sache mal ohne große Investitionen in der Praxis zu testen.
 
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peterkdos schrieb:
...die ultimative Lösung

... wenn's zur Aufgabenstellung passt.

Mir scheint, hier war es eher ein Missverständnis. Bei der Aufgabenstellung "mehr Schärfentiefe für Portrait mit Hintergrund" halte ich weiterhin das Abblenden für die sinnvollste Lösung.
 
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volkerm schrieb:
... wenn's zur Aufgabenstellung passt.

Mir scheint, hier war es eher ein Missverständnis. Bei der Aufgabenstellung "mehr Schärfentiefe für Portrait mit Hintergrund" halte ich weiterhin das Abblenden für die sinnvollste Lösung.


Hi Volker,

ich glaube daß er die Schärfeebene gezielt einsetzen möchte, daß geht dann nur über die Verstellung der Standarten.

Falls es passt, habe ich hier eine günstigere Lösung:

http://www.enjoyyourcamera.com/Obje...er-auf-Grossformatkamera-Fachkamera::529.html

Gruß

Peter
 
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peterkdos schrieb:
Falls es passt, habe ich hier eine günstigere Lösung:

Peter, diese Lösungen kenne ich gut und sie lösen das Problem eben nur vordergründig. Warum, das hatte ich oben zu erklären versucht: die normalen Objektive sind für das kurze Auflagemaß der Kamera gerechnet und durch die zusätzliche Länge kann man nur noch im Nahbereich fokussieren. Das betrifft alle der hier gezeigten vermeintlichen Lösungen mit Balgen oder Adaptierung von Fachkameras. Man benötigt spezielle Objektive, die bei diesem sich ergebenden großen Auszug noch auf die gewünschte Entfernung fokussierbar sind. Dadurch landet man bei recht langen Brennweiten, die zwingend erforderlich sind, um fokussieren zu können. Und diese wären dann zwar im Großformat vom Bildwinkel passend, am kleinen DX Sensor haben sie aber sehr starke Telewirkung und damit scheidet diese Lösung in den meisten Fällen aus.

Eine halbwegs universelle T&S Lösung ist das 85 PC Nikkor. Ansonsten gibt es noch einige Nikon-F-Bajonett-Lösungen von Hartblei aus der Ukraine, ältere Eigenkonstruktionen und neue teure Lösungen mit Zeiss-Optik in einer Hartblei T&S Fassung.
 
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