Ausklang umfassen Impressionen während des Tages bis hinein in den Abend ...
Die Gerste wird langsam braun, der Weizen steht noch im vollen Grün, die Blicke verändern sich ...
Hie und da lassen die Bauern für die Feldlerchen ein Stück ungesät frei, in der Hoffnung, dass ein Paar dort brüten wird ... und so entstehen kleine Microgemeinschaften, oft mit Kornblumen, Mohn oder eben auch andern Blumen ...
Den Tag liess ich mit Lesen und den Wellensittichen ausklingen ... die beiden geniessen nun sichtlich ihre grosse Voliere. So ganz sicher sind sie noch nicht und sie halten sich meistens auf den oberen Ästen auf ...
Das Fenster ist nun den ganzen Tag offen und draussen hören sie die Vögel pfeifen ... und stimmen ein in den Gesang ...
In der Bahn, wenn ich zum Fenster hinaus schaue, wird mir bewusst, wie schnell die Zeit an mir vorbei streicht. Ein Motiv jagt das andere und es besteht keine Möglichkeit stehen zu bleiben. Man bleibt zwar sitzen, aber mit den Motiven die schnell verschwinden, verschwindet auch die Auseinandersetzung damit ...
Das Leben wird flüchtig und doch hat es seinen Reiz ...
Wenn man das Objektiv nicht ganz an die Scheibe hält, dann wird das Bild zu einer Doppelbelichtung ...
Die kurzen Wartezeiten auf dem Bahnhof lassen etwas Ruhe in mir aufkommen. Bahnhöfe sind Geschichten: warten und gehen, ankommen und abreisen.
Und es schien mir, als ob ich mit Bach reiste und ich froh war, den Bach-Reisezug hie und da verlassen zu können, um zum Gelesenen und Gehörten etwas Distanz zu haben ...
Und so setzte ich mich gestern Abend bis spät noch einmal an die Biographie und liess das Weihnachtsoratorium, welches ich auf der Reise hörte, noch einmal an mir vorbei ziehen ...
Die Bilder des Tages kamen mir im Vergleich zu diesem Werk fast stümperhaft vor, aber sie sind authentisch ....
Der Ausklang hat mit Klingen zu tun. Wenn das Aussen im Innern anklingt und eine Resonanz erzeugt ... manchmal aber ohne dass sich mir die Melodie erschließt ...
Das heisse Wetter macht selbst mich nicht an, den Tag durch die Kamera in die Hand zu nehmen ...
Am Sonntag fuhren wieder einmal in den kleinen Zoo wo Siri wohnt. Und wie immer wurden wir aufs herzlichste begrüsst. Und wie fast immer, bringen wir ihr und dem noch übrig gebliebenen Albinojungen ein Ei...
Ausklang: unser Tag beginnt mit Tieren und endet mit Tieren. Seit Jahren. Und auch wenn es viel zu tun gibt, viel zu organisieren und wir oft absorbiert sind mit Tieren, möchte ich die Anwesenheit, die Nähe mit Tieren nie missen ...