Hallo an alle.
Erst mal danke an alle, die auf dieses Bild reagiert haben. Dass dieses Bild polarisieren würde, war mir schon klar, und auch so gewollt. Eine kontroverse Diskussion belebt das Geschäft.
Das Bild machte ich in der Stadt Concordia, 450 Km nördlich von Buenos Aires. Diese Stadt liegt im Armutsranking Argentiniens an erster Stelle.
Natürlich ist das Bild mit meiner ältesten „Kompacktknipse“ gemacht. In diesem Armenviertel kann man schon für ein Paar Turnschuhe erschossen werden. Die Polizei kommt nie dorthin.
Dialog mit einem Freund:
„Mir ist meine Kamera abhanden gekommen, ich brauch eine Neue.“
„ Hast du sie liegengelassen?“
„Nee, der Andere hatte eine 9 mm. Der hatte die stärkeren Argumente.“
Da werde ich doch keine große Ausrüstung mitnehmen!
Außenstehende, im Besonderen Ausländer, haben kaum Zugang zu dieser Parallelgesellschaft. Durch die Vermittlung und auch unter dem Schutz von Einheimischen hatte ich die Möglichkeit, in eine dieser Hütten zu kommen. Und nachdem ich das Vertrauen der Leute gewonnen hatte, durfte ich auch dort fotografieren. Die Bilder kann ich hier nie zeigen, das würde eine Diskussion auslösen, sie ausufern würde.
Natürlich habe ich das Kind mit Erlaubnis fotografiert, aber eine Bildregie war nicht möglich, der Junge wäre weggelaufen. Die Aufnahme entstand kurz nach Sonnenuntergang, deshalb der Blitz.
Die Familie hat kein Einkommen, und überlebt nur durch Lebensmittelpakete, die von einer deutschen Hilfsorganisation bezahlt werden..
Ich hange noch ein Bild von dem 50m Pool an, der hinter dem Haus ist..
Danke noch mal .
Gruß datwilli.