An die Rechenkünstler: Vergrößerungsfaktor Tele

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myspr

NF Mitglied
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Hallo,

als Laie habe ich mal eine Rechenfrage:

Bei Ferngläsern/-rohren spricht man ja i.d.R. von einem Vergrößerungsfaktor,
der angibt, vieviel mal größer man ein Objekt durch dei Optik betrachten kann.
Typische Werte für Ferngläser sind meist so 7-8facher Vergrößerung.

Wieviel größer sehe ich ein Objekt durch den Sucher meiner D40, wenn ich
ein 200mm-Objektiv benutze?

Mich interessiert sowohl das Ergebnis, als auch der Rechenweg.

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Gruss

MySPr
 
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Hallo,50mm=1,200=4,500=10fach,in etwa,wie das jetzt von Weitwinkel hochgerechnet wird weiss bestimmt Wikipedia.
Gruß kaufnix
 
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Das ist eigentlich ganz leicht:
50mm = 1-fach
100mm = 2-fach
200mm = 4-fach

Soweit die Theorie. In der Praxis muss man die Suchervergrößerung mit einbeziehen, und das geht so: Nimm ein Objektiv, dass über den "Normal"-Bereich geht (z.B. 18-55 oder 18-70), schau durch die Kamera und lass beide Augen offen. Dann stellst du eine Brennweite ein, die dir das Sucherbild gleichgroß wie das Livebild erscheinen lässt. Das ist deine "1-fach-Vergrößerungs"-Brennweite. Kommen dabei z.B. 40mm raus, dann wäre 200mm 5-fach (200 geteilt durch 40).

Alle Angaben bezogen auf unendlich.

Es gibt sicher noch andere (und evtl. genauere) Wege, das festzustellen, aber so für den Hausgebrauch sollte das mehr als ausreichen.
 
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also welchen vergrößerungsfaktor ein objektiv dir bringt is bei zooms längste-kürzeste, d.h. z.b. 300/70=4.2 Zoomfaktor. Bei Festbrennweiten bin ich mir auch nicht ganz sicher aber ich vermute Brennweite/Stdbrennweite, z.b. 200/30= ergibt 6,7x Vergrößerung.
 
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Um diese Frage beantworten zu können müßte zunächst mal definiert sein was denn die 'natürliche Größe' im Sucher einer Kamera ist. Diese Definition gibt es aber im Bereich der Photographie nicht.
Also bleibt uns nur die Krücke über die sogenannte 'Normalbrennweite', die vom Bildwinkel ja dem entsprechen soll was der Mensch mit seinen zwei Augen scharf und bewußt erfassen kann. Wenn wir nun das Normalobjektiv einer DX-Kamera mit 30mm festlegen, dann erreichst du mit einem 200mm Tele eine Vergrößerung von 6,66. Legst du die Normalbrennweite mit 35mm fest, dann erreichst du mit 200mm nur noch eine Vergrößerung von 5,7.
Der Rechenweg ist dabei Simpel: Telebrennweite/Normalbrennweite das ist alles. Ob diese Rechnung allerdings sinnvoll ist, das möchte ich nicht beurteilen.

Gruß
Dirk
 
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Die Normalbrennweite, die der Diagonale des Aufnahmeformats entspricht, beträgt beim Kleinbild 43,3mm.

Wenn du die Brennweite deines Teleobjektivs durch diese Zahl teilst erhältst du den Vergrößerungsfaktor, der vergleichbar ist mit den Angaben auf den Vergläsern.

Also ein 400mm Objektiv hat an einer Kleinbildkamera etwa 9,2. Da deine D40 aber eine DX-Kamera ist musst du das Ganze noch mit 1,5 multiplizieren, also 13,8.

Weiterhin muss noch der "Vergrößerungsfaktor" des Suchers multipliziert werden und dann bist du fertig. Dieser Vergrößerungsfaktor ist bei der D40 <1, wie hoch er wirklich ist weiß ich allerdings nicht.

Gruß
Matthias
 
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Wow, bei den Antworten hier kräuselt es einem ja die Zehennägel hoch! Und hat denn keiner die Frage gelesen?

Wieviel größer sehe ich ein Objekt durch den Sucher meiner D40, wenn ich ein 200mm-Objektiv benutze?

Aus der Gebrauchsanweisung Deiner D40 entnehmen wir: "Sucherbildvergrößerung ca. 0,8fach (bei 50-mm-Objektiv, Fokuseinstellung auf unendlich und –1,0dpt)" D.h., mit dem 50er auf große Entfernung siehst Du die Welt auf 80% natürlicher Größe verkleinert.
Die Vergrößerung des 200ers gegenüber dem 50er ergibt sich aus (Bildwinkel 50 mm)/Bildwinkel 200 mm). Egal, ob horizontaler, vertikaler oder diagonaler Bildwinkel, der Quotient ist immer gleich.
Der horizontale Bildwinkel eines Objektivs errechnet sich zu 2*arctan(Sensorbreite/2/Brennweite). Die Breite Deines Sensors finden wir wieder in der Gebrauchsanweisung: "Bildsensor 23,7×15,6mm"
Also horizontaler Bildwinkel 50 mm: ca. 26,7°
Für 200 mm: ca. 6,78°
Quotient: ca. 3,93 - also sehr nahe an der 4, die man aus 200/50 erhalten hätte. Erst bei kürzeren Brennweiten wird der Fehler merklich (Wenn die Näherung "Tangens gleich Bogenmaß" nicht mehr trägt).

Also, Fernrohrvergrößerung einer D40 mit 200 mm Objektivbrennweite: ca. 0,8*3,93 - das ist ungefähr Pi

Grüße, Andreas
 
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Das macht keinen Sinn. Jedenfalls nicht das Multiplizieren mit 1.5 fuers DX-Format: Die Mattscheibe ist ja auch um den Faktor 1.5 in beiden Richtungen kleiner, somit hebt sich dieser Effekt genau auf. Was bleibt, ist die Suchervergroesserung.

Uebrigens, an einer D80 (Suchervergroesserung 0.95 oder so) sehe ich mit einem 50mm-Objektiv die Welt durch den Sucher exakt genauso gross wie ohne. Damit ist der Vergroesserungsfaktor eines 200mm-Objektivs an einer D80 4. An der D40 mit ihrem kleineren Sucher ist es etwas weniger. An der D700 mit ihrem Sucher mit 0.72facher Sucherbildvergroesserung ist es sogar noch weniger.
 
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Ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen die Sucherbildvergrößerung so zu definieren wie du es hier tust. Für mich war das immer der Faktor um den das Bild auf dem Spiegel 'vergrößert' wird. Hast du einen Beleg dafür, das das tatsächlich so ist wie du es schreibst?

Gruß
Dirk
 
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Zugegeben, die von Nikon gewählte Bezeichnung klingt nach "Vergrößerung des Sucherbilds", aber den Begriff "Suchervergrößerung" gibt's genauso auch bei Durchsichtssuchern (Meßsucherkameras u.ä.) Und wenn es die Vergrößerung des Sucherbilds wäre, wäre z.B. die Randbedingung "Fokuseinstellung auf unendlich" unsinnig (kein Einfluß auf's Suchersystem), die Einstellentfernung ändert aber die Vergrößerung der Objektivabbildung und damit die Gesamtvergrößerung, wie ich sie berechnet habe.
Anschaulich ist das, was Du im Sucher siehst, einfach keine 0,8fach vergrößerte Abbildung einer 23,7x15,6 mm2 großen Mattscheibe (Damit wäre das manuelle Fokussieren doch noch etwas heikler, als so schon bei der D40 :winkgrin. Umgekehrt sehe ich aber mit passender Objektivbrennweite (ca. 70 mm für den 0,7fach Sucher meiner D3) die Welt wirklich in Originalgröße (Siehe auch Chars Beitrag).
Insofern nehme ich an, daß Nikon nicht eine neue Definition erfunden hat, sondern nur eine ungeschickte Bezeichnung für's Althergebrachte...

Grüße, Andreas
 
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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Ich hätte nicht gedacht, dass es soviel unterschiedliche Rechenmethoden und -ergebnisse gibt.

Nach einigem Nachdenken scheint mir jedoch die Einbeziehung des DX-Faktors 1,5 fragwürdig. Das gilt doch nur für die Ablichtung auf dem Sensor und nicht
für die "gesehene Größe" im Sucherbild, oder ???

Mit verwirrten Grüßen

MySPr
 
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Nach einigem Nachdenken scheint mir jedoch die Einbeziehung des DX-Faktors 1,5 fragwürdig. Das gilt doch nur für die Ablichtung auf dem Sensor und nicht
für die "gesehene Größe" im Sucherbild, oder ???
Wenn du die hier beschriebene Methode anwendest spielt es überhaupt keine Rolle, welches Format du verwendest. Das klappt bei der Pocket-SLR aus den 70ern genauso wie bei einer 8x10"-Großbildkamera (da wird's nur schwierig, mit einem Auge unter dem Tuch hervor zu schauen ), und mit FX/DX/KB sowieso.
 
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Ich kann natürlich den DX-Faktor schon bei der Berechnung der Normalbrennweite berücksichtigen, dann ergibt sich für DX 30mm.

Nun wird die Telebrennweite durch die DX Normalbrennweie geteilt und es ergibt sich der Vergrößerungsfaktor!

Gruß
Matthias
 
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Ist aber sinnfrei. Oder wird die Vergroesserung bei der D3 auch groesser, wenn ich auf DX umschalte und den Sucher maskieren lasse? Wohl kaum. Der DX-Faktor spielt keine Rolle. Einzig die Sucherbildvergroesserung spielt eine Rolle - und natuerlich die Brennweite. Dabei sind die FX-Kameras allerdings tatsaechlich im Nachteil, deren Sucherbildvergroesserungen sind normalerweise kleiner (da das Bild eh schon groesser ist).
 
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Sieh mal in das Handbuch Deiner D300 unter "Technische Daten" (S.407)...

Viele Grüsse,
Ralf
 
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Sieh mal in das Handbuch Deiner D300 unter "Technische Daten" (S.407)...

'Ach was?' antworte ich da mal eingedenk des gestrigen 85. Geburtstags von Loriot.
In den technischen Daten steht der Faktor der Sucherbildvergrößerung, klar. Aber nicht was die Sucherbildvergrößerung eigentlich ist, siehe meine Nachfrage weiter oben. Ich finde Andreas' Erklärung nicht schlecht, da ich mich aber noch an Details stoße ringe ich noch mit mir ob ich ihr Glauben schenken soll oder nicht. Immerhin müßte ich damit einräumen das ich dreißig Jahre lang auf dem Holzweg war, das ist nicht so einfach! :winkgrin:

Gruß
Dirk
 
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Bezogen auf den Ausschnitt, den ich sehe stimmt es schon, bezogen auf die reine Vergrößerung hast du wohl recht. Da es hier um die reine Vergrößerung ging, muss ich dir Recht geben. Bezogen auf das sichtbare Sehfeld im Sucher, wäre der DX-Faktor zu berücksichtigen.
Gruß
matthias
 
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Aber nicht was die Sucherbildvergrößerung eigentlich ist, siehe meine Nachfrage weiter oben.

Tja, dafür 'ne Definition zu kriegen ... Wir bräuchten auch noch spezifisch die von Nikon, nicht irgendeine von irgendwem (sonst könnten wir auch einfach eine Münze zwischen unseren beiden werfen ).

Ich finde Andreas' Erklärung nicht schlecht, da ich mich aber noch an Details stoße ringe ich noch mit mir ob ich ihr Glauben schenken soll oder nicht.

Danke! Ich stehe für weitere Fragen gerne zur Verfügung :winkgrin:. Und die experimentellen Befunde lassen sich ja nachvollziehen...

Grüße, Andreas
 
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