Als Kind bis Ende der Teenager-Zeit (lang, lang ist's her) habe ich Karl May verschlungen. Ich lebte mit Winnetou, ritt auf Iltschi, war bei Old Shatterhand, dem Schatz am Silbersee und und und....
Hier in der Millingerwaard gibt es auch Marterpfähle . Bisher habe ich noch keine Erklärung gefunden (allerdings kann ich auch kein holländisch, so dass ich nicht fündig wurde), aber ich gehe mal davon aus, dass es sich hier nur um Schiffs-Anlegestege handelt, denn der Rhein verlief in früheren Jahrhunderten ein wenig anders als heutzutage.
Schade, ich dachte, ich könnte mich dort hinsetzen und Indianergeschichten erleben
Es sind - dem Schild auf Bild 5 zufolge - Eichenstämme aus dem (dort) ersten Eichenwald nach der letzten Eiszeit, die ca. 8400 Jahre im Boden gelegen hatten, im Jahr 1996 drei km stromabwärts bei Erlecom aus dem Grund des Waal ausgebaggert und 1998 dort aufgestellt wurden.
Wenn ich den weiteren Text richtig verstehe, haben sie ihre - wohl jetzt nur noch teilweise vorhandene - schwarze Farbe durch die Jahrtausende lange sauerstofflose Lagerung im Boden erhalten und sollen nun, dem Sauerstoff sowie wind und Wetter ausgesetzt, langsam verwittern. Zugleich sollen sie die Entstehung des Eichenwaldes in der Millingerwaard symbolisieren.
P.S.: An dem Artikel finde ich spannend, dass der Lokalredakteur offenbar gemeint hat, vor Kunst könne/müsse man Angst haben.