AF Problem AF-S DX 18-70 an D80

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Bernardo

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Als Besitzer einer am Anfang des Monats erwobenen D80 mit einem AF-S DX 18-70 (Kit) habe ich folgendes Problem:

Front- und Mitteltubus des Objektivs haben ein seitliches Spiel von ca. einem Millimeter (in jede Richtung), das kann eigentlich nicht normal sein. Gleichzeitig ist es dem AF (Einzelfeldmessung, Mittelfeld) nicht möglich bei kleineren Brennweiten, ab ca. 35 mm genau zu fokussieren. Die Bilder werden unscharf. Bei einem Objekt in ca. 3,50 m Entfernung, Brennweite 18 mm, mit SB-800, focussiert die Kamera (oder das Objektiv) auf knapp vor "unendlich", das Bild ist unscharf. Erst duch mauelle Einstellung auf 2 m auf der Entfernungsskala wird das Bild korrekt fokussiert, zumindest in dem wohl doch eher bescheidenen Rahmen des Objektivs.

Ein AF 50/1,8D, extra zum Test erworben, arbeitet einwandfrei.

Kann das Problem auch an der Kamera liegen, oder, wie ich meine, nur am Objektiv?
 
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Ist bekannt, dass der Tubus des 18-70 für gewöhnlich etwas Spiel aufweist. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich dein Exemplar vielleicht mal mit einem anderen vergleichen, ob das bei dir deutlich mehr ist. Wenn ja, einfach mal den Nikon Service kontaktieren und ihnen den Fall schildern.

Ob das mit den Fokusproblemen zusammenhängt, kann ich nicht sagen. Waren die anfokusierten Objekte kontrastreich genug und die Umgebungshelligkeit ausreichend, um eine einwandfreie Funktion des AF zu gewährleisten?
 
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@ CALYPTRA und guido!

Vielen Dank für Eure schnelle Antwort.

Nach Begutachtung einiger weiterer Exemplare habe ich bereits festgestellt, dass mein AF-S DX 18-70 erheblich mehr Spiel aufweist. Es klappert regelrecht bei stärkeren Bewegungen der Kamera und die Zoomeinstellung ist dadurch sehr hakelig. Das 50/1.8D hat eigentlich kein Spiel.

Das Objekt ist scharf konturiert (HiFi-Anlage im Wohnzimmer) mit ausreichend Umgebungslicht und AF-Hilfslicht des Blitzes. Bei 70 mm klappts ja, und die Schärfentiefe ist da erheblich geringer (Blende übrigens bei allen Testaufnahmen 5,6 oder 8).

Danke für den Link zum Test Chart, ich habe die Seite schon mal gesehen und leider nicht mehr gefunden (war mein Optimismus: Brauchste ja nich - Denkste!)
 
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Ein leichtes Spiel hat das 18-70 schon. So stark wie von dir beschrieben, darf es aber nicht sein. Ich gehe mal davon aus, dass du das 18-70 gebraucht gekauft hast. Wenn nicht, ab damit zum Händler.

Die Fokussierprobleme habe ich mit meinem 18-70 auch. Auf 18 mm stellt dieses nie scharf. Ich fokussiere daher immer auf 70 mm und gehe im Anschluss auf die gewünschte Brennweite. Da ich überwiegend Naturaufnahmen mache ist das für mich o.k..
 
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Auch von mir die Bestätigung, das das 18-70er vorne ein wenig wackelig ist, der eine mm Spiel in jede Richtung mag sogar noch freundlich ausgedrückt sein. Hat mich am Anfang auch irritiert und ich bin damit zum Händler und wir haben gemeinsam "probegewackelt": Da mein Exemplar ansonsten okay ist, sprich scharf, nicht dezentriert, AF passt, hab ich es behalten.

Der AF im Weitwinkligen Bereich- hast Du bedacht, das das anvisierte Ziel wesentlich "kleiner" geworden ist? Evtl. Objektkontrast zu gering? Mit dem SB 800 geblitzt- wurde auf das rote AF Hilfslicht focussiert?

LG Bütti
 
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Habe ich früher bei meinem 18-70 auch so gemacht und ich war mit der Schärfe NICHT zufrieden. Ein Freund gab mir den Hinweis, dass sich die Schärfeebene beim zoomen durch die interne Konstruktion des Objektives leicht verschieben kann. d.h. wenn Du bei 70 mm scharf stellst und anschliessend auf 20 mm gehst, ist Dein anvisiertes Objekt evtl. nicht mehr scharf! Genau das habe ich beobachtet. d.h. Ich verwende den Autofokus und mache lieber ein paar Bilder mehr und passe auf, dass das anvisierte Objekt eine gute Struktur hat. Dann passt in der Regel auch die Schärfe. Und wenn es richtig scharf werden muss, nehme ich mein 50/1.8D

Gruss aus MUC
 
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Nach mittelkurzer Diskussion wird das Teil nun am Sonnabend umgetauscht (momentan nicht vorrätig).

Dennoch habe ich mal eine Testserie mit dem von guido! genannten AF Test Chart gemacht. Die Ergebnisse: 50/1.8D: ok, 28/2.8D: ok, 18-70 70 mm: ok.

18-70 16 mm: AF arbeitet, signalisiert korrekte Einstellung, alles unscharf, nach manueller Korrektur: zentraler Schärfebereich liegt ca. 6 cm hinter dem vom zentralen Messfeld anvisierten Punkt.
 
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18-70 16 mm: AF arbeitet, signalisiert korrekte Einstellung, alles unscharf, nach manueller Korrektur: zentraler Schärfebereich liegt ca. 6 cm hinter dem vom zentralen Messfeld anvisierten Punkt.

Soweit habe ich bei meinem bisher noch nicht gedreht. Bei 18 mm ist eine deutlicher Widerstand zu spüren
 
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...d.h. wenn Du bei 70 mm scharf stellst und anschliessend auf 20 mm gehst, ist Dein anvisiertes Objekt evtl. nicht mehr scharf! ...
Wenn ich bei 70 mm fokussiere, werden die Aufnahmen scharf, egal welche Brennweite ich dann einstelle. Wenn ich bei 18 mm fokussiere, wird's nie scharf, egal welchen Kontrast oder Entfernung das Zielobjekt hat.

Vielleicht hole ich mir mal ein neues Objektiv. Mal schaun, wie sich das 16-85 VR entwickelt.
 
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Wenn ich bei 70 mm fokussiere, werden die Aufnahmen scharf, egal welche Brennweite ich dann einstelle. Wenn ich bei 18 mm fokussiere, wird's nie scharf, egal welchen Kontrast oder Entfernung das Zielobjekt hat.

...also das ist bei meinem 18-70er nicht so - da wird es immer scharf (mal davon abgesehen, dass bei 18mm die Abbildungsleistung etwas nachläßt)
 
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@ DigiBolli:
Nur nicht so zaghaft, einfach weiter drehen, Du musst nur anschließend den Fronttubus wieder ordentlich ins Objektiv einsetzen Sorry, ich meinte natürlich 18 mm.


Bei 70 mm fokusieren und dann 18 mm einstellen hilft bei mir leider auch nicht. Mal sehen wie sich die Sache nach dem Umtausch darstellt.

Allerdings scheint es ja in Thailand erheblich mehr Montage pro Woche zu geben, wenn ich mir die vielen unterschiedlichen Erfahrungen der User mit diesem Objektiv anschaue.
 
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Der absolute Super-Gau ist da! Habe am Sonnabend das besagte 18-70 umgetauscht, die mechanische Qualität ist etwas besser, der Zoom lässt sich doch flüssiger einstellen, im vergleich zu meinen wirklich alten Canon FD Objektiven (auch Fremdhersteller, Vivitar Series 1) erscheint es mir aber immer noch nicht akzeptabel.

Aber die eigentliche Katastrophe: Schon die ersten indoor Versuche haben gezeigt, dass sich an dem absolut fehlerhaften AF aber auch nichts verändert hat. Bei dem gestrigen fotofreundlichen Wetter bin ich dann mit allem mit allem Drum und Dran inklusive Notebook durch die Botanik gezogen, wobei sich mein erster Eindruck bestätigt hat. AF arbeitet falsch, bei "unendlich" ist ein manuelles „zurückdrehen“ auf ca. 2m notwendig (18-70). Das von mir vorab als korrekt arbeitend eingestufte AF 28/1.8D zeigt bei genauer Betrachtung den gleichen Effekt, nur fällt hier die Korrektur etwas geringer aus.

Nur beim 50er und im Telebereich des 18-70 werden die Aufnahmen scharf, allerdings scheint es, dass der AF-Messpunkt auch nicht zentrisch im jeweiligen Schärfebereich liegt.

Jetzt bin ich wirklich ratlos. Der Umtausch des Objektivs war schon nicht leicht durchzusetzen, jetzt noch mal das ganze Theater mit der D80? Am liebsten würde ich den Versuch Nikon als gescheitert abbrechen, aber ich habe in der Zwischenzeit ja die zwei Festbrennweiten, den SB-800, 2. Akku usw. erworben, das kann man ja nicht so einfach in die Tonne hauen. D200 oder D300 waren mir eigentlich zu teuer, allerdings haben die wohl eine AF-Feinjustierung, ohne die geht es ja offensichtlich bei Nikon nicht.
 
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jetzt noch mal das ganze Theater mit der D80?

Es gibt eine einfache, stressfreie Lösung: schick alles zusammen zu Nikon nach Düsseldorf, mit Problembeschreibung. Das dauert dann ein paar Tage, und dann bekommst Du alles fertig justiert zurück.

Du musst dann zwar ein paar Tage auf die Gerätschaft verzichten, ärgerlich genug, aber der Ablauf ist stressfrei.

Sei versichert, dass dejustierte Kameras ab Händler nicht die Regel sind. Hilft Dir konkret jetzt natürlich nicht viel, klar.

Maik
 
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Leider wird das Einschicken nicht viel bringen. Ich habe mich seinerzeit mit dem gleichen Problem an Nikon gewandt (bei mir war's das 18-135) und zwei Fotos im WW-Bereich mit eingereicht, auf denen wirklich nichts scharf war.

Hier ist die Antwort von Nikon:

Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Wir können auf den von Ihnen eingereichten Fotos keine Dejustierung des Autofokus erkennen. Wenn Sie eine noch höhere Schärfe erreichen möchten, kann ich Ihnen empfehlen die Scharfzeichnung um einen Schritt zu erhöhen und die Blende weiter zu schließen.

Ich hoffe Ihnen hiermit geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen .........

Das wars dann. Inzwischen komme ich mit dem Autofokus-Eigenheiten der D80 recht gut zurecht. Das 18-135 habe ich aber ersetzt ......

Gruß Steffen
 
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Zeich ma her...

Maik

Würde ich gern. Leider sind die Restriktionen des Forums bezüglich der Bildgröße aber so streng, dass es mir nicht mal meine Crops aus der Bildmitte abnimmt. Und verkleinerte Versionen bringen ja nichts. Auch mein ISDN-Zugang ist nicht gerade dazu angetan, größere Bilddateien hochzuladen. Die beiden Probebilder für Nikon haben seinerzeit über eine Stunde gedauert.

Es ist aber tatsächlich so, dass ich lange Zeit im Bereich unterhalb von 35 mm überhaupt keine scharfen Bilder mit meiner D80 hinbekommen habe. Was einem besonders auffällt, wenn man vorher (wenn auch nur für sehr kurze Zeit) mit einer D40 fotografiert hat. Ich muss allerdings zugeben, dass ich bezüglich der Schärfe besonders pingelig bin und schnell dazu neige, einfach zu viel zu erwarten. Wie dem auch sei. Da hilft letztlich nur probieren und mit den Einstellungen herumspielen. Inzwischen sind auch bei 18 mm alle meine Aufnahmen gestochen scharf. Hat aber eine Weile gedauert .....

Was aber alles nicht bedeuten muss, dass bei Bernados Kamera nicht doch irgendwas nicht stimmt. Ohne entsprechende Testbilder werden wir das aber nicht beurteilen können.

Gruß Steffen
 
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Hallo Steffen,

vielen Dank für Deine Hinweise. Mit probieren und herumspielen habe ich ja jede freie Minute der letzten vier Wochen verbracht (Na gut, nicht jede), aber vielleicht habe ich noch irgendetwas übersehen.

Die einzigen Möglichkeiten um im Weitwinkelbereich die maximal mögliche Schärfe des jeweiligen Objektivs zu erreichen, und mehr will ich ja momentan nicht, ist nach meinen Erfahrungen das nachjustieren der durch den AF eingestellten Entfernung durch Erfahrungswerte (z.B. AF „unendlich“ – zurück auf ca. 1 mm vor 2 m), die komplette manuelle Einstellung, oder der jeweilige Versuch mit dem AF-Messfeld bei z.B. der gewünschten Fokussierung auf ein Objekt in 4 m Entfernung auf ein anderes in 2 m Entfernung zu messen (wenn vorhanden). Die beiden ersten Methoden sind wegen der Beschaffenheit des Suchers problematisch, gerade im Weitwinkelbereich sieht man die Unterschiede nicht (auf dem Minitor häufig schon, je nach Motiv), die dritte Methode ist absolute Glückssache.

Die interne elektronische Nachschärfung gleicht die bei mir auftretenden Differenzen nicht aus und verfälscht nur das Bild, das ist aber auch m. E. nicht der Sinn dieser Einstellmöglichkeit.

Welche anderen Möglichkeiten gibt’s denn da noch, existiert doch irgendeine Voreinstellung für den AF? Mir fällt buchstäblich nichts mehr ein.

Bernd
 
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