ich hab heute mal versucht, etwas "Adventsstimmung" im Kaufhaus Hertie in München (gut, heißt mittlerweile auch Karstadt) einzufangen:
Mein (offensichtliches) Problem: der Farbabgleich ist eine Katastrophe, da hier ein Mischlicht aus etwas Tageslicht ( große Glaskuppel oben im Treppenhaus), Leuchtstoffröhren und merkwürdigen Strahlern gewirkt hat. Was macht man da, mal ganz naiv gefragt, vereinfacht, also welche Farben raus/rein?
Eine einfache Variante ist das Setzen eines neutralen Punktes, z.B. unter Photoshop mit der Funktion Tonwertkorrektur oder Gradationskurven. Dort gibt es 3 Pipetten zur Auswahl, die mittlere davon ist für das Setzen des farbneutralen Punktes. Einfach eine offensichtlich weiße (oder graue) Fläche auswählen und mit der Pipette draufklicken (z.B. hier Preisschild, Schrift im Schild). Damit kann man Farbstichen schon sehr gut zu Leibe rücken.
edit: Wichtig ist die Auswahl von 3x3 Pixel zur Farbaufnahme beim Pipettenwerkzeug aufgrund der Mittelung.
So wie Olli mach ich das eigentlich auch immer - nur ist das dann so dass es zu Abrissen im Histogramm kommt. Bei der Variante die ich hier eingestellt habe bin ich über mein Verwaltungsprogramm iView gegangen das hat eine sehr gute Bildnachbearbeitung insbesondere bei Bildern die einen Farbstich aufweisen und nach der Bearbeitung habe ich keine Abrisse im Histogramm.
P.s. Grundsätzlich würde ich bei solchen Lichtverhältnissen immer in RAW fotografieren - dann ist die NAchbearbeitung insbesondere beim Weißabgleich erheblich einfacher.
Also im Zweifelsfall sollte man bei schwierigen Lichtverhältnissen ein Bild mit einer genormten Graukarte machen. Ich empfehle außerdem, das Foto im RAW (NEF) Dateiformat zu machen. Anschließend erfolgt das schon genannte Prozedere mit der Pipette. Ich persönlich nutze hierfür Nikon Capture.
Klar ist die vorgehensweise zeitaufwändig, jedoch hast du damit einen genau nach Norm definierten Grauton, der auch in den meisten Sofwareprogrammen als solcher "Normgrauton" hinterlegt ist. Hat man einmal die Abweichung vom "Normgrauton", dann kann man auch alle weiteren Bilder per Batchjob bearbeiten lassen.
Also im Zweifelsfall sollte man bei schwierigen Lichtverhältnissen ein Bild mit einer genormten Graukarte machen. Ich empfehle außerdem, das Foto im RAW (NEF) Dateiformat zu machen. Anschließend erfolgt das schon genannte Prozedere mit der Pipette. Ich persönlich nutze hierfür Nikon Capture.
Klar ist die vorgehensweise zeitaufwändig, jedoch hast du damit einen genau nach Norm definierten Grauton, der auch in den meisten Sofwareprogrammen als solcher "Normgrauton" hinterlegt ist. Hat man einmal die Abweichung vom "Normgrauton", dann kann man auch alle weiteren Bilder per Batchjob bearbeiten lassen.
danke für die ausführlichen Erläuterungen. Eigentlich wollte ich ja da gar nicht fotografieren (war nur noch auf Einkaufsbummel nach dem TGV-Besichtigen), aber zu ein paar Schnappschüssen hat es mich dann doch gereizt.
In dem Weihnachtsrummel mit Graukarte rumzumachen, wäre mir dann zuviel geworden, aber ich muss vielleicht doch mal das mit dem Chips-Deckel ausprobieren...