Hallo Sam,
was ich genau meinte ist folgendes: Ich kann als Betrachter nur dann etwas interessant finden wenn ich etwas sehen kann. Unbelichtete Bilder sind (klassisch beim Film oder heute beim Bildsensor) einfach schwarz. Niemand würde auf die Idee kommen ein unbelichtetes schwarzes Bild aufzuheben. Mit diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es sich lohnt ein Bild aufzuheben das über 50% nur schwarz zeigt?
Aber schwarze Flächen sind nicht gleich schwarze Flächen: Das Spiel mit Silhouetten ist ein klassisches Gestaltungsmerkmal in der Fotografie. Interessante Silhouetten, die Motive nur abstrakt in ihren Umrissen zeigen, können, wenn sie gut gemacht sind, vom Betrachter interpretiert und als interessant empfunden werden, auch wenn er das abgebildete Motiv nicht wie üblich beleuchtet erkennen kann.
Würde also, wie von Michael vorgeschlagen, ein großer Teil der schwarzen Fläche weggeschnitten, so dass nur noch die Silhouette des Vordergrunds übrig bleibt, würde die Aussage des Bildes in keiner Weise verloren gehen, weil nur der Teil wegfallen würde, der vom Betrachter ohnehin nicht interpretiert werden kann. Fällt die schwarze Fläche weg, hat man (die Silhouette abgezogen) nun noch knapp 50% des Bildes frei um den interessanten Himmel in das Bild zu lassen. Und das meinte ich mit "lass doch Licht in Deine Bilder". Nur Licht zeigt etwas auf einem Foto, alles andere ist verschenkte Bildfläche.