400ppi Druckqualität - ist das übertrieben?

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Heng-Sten Berg

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Wenn man Bilder zum Drucken anlegt, sollte man dann (wie z.B. Fotocommunity-Prints angibt) auf 400ppi rechnen (dann entsteht 15MPix für A4 Print) oder ist das eigentlich feiner aufgelöst als man überhaupt mit dem Auge erkennen kann wenn man nachher die Prints anschaut?

Wenn ich von der D80 kommend sowieso hochinterpolieren müßte, könnte ich ja statt dessen auch eine grobere Printauflösung wählen......


PS: ist keine Farbmanagement-Frage, aber hat hier IMO noch am besten gepasst.
 
Anzeigen
Im Photoshop Handbuch werden idealerweise 300 ppi für Drucke empfohlen. Gem. meiner Erfahrung ist das für Din A4 vollkommen ausreichend.
Gruss
Markus
 
Kommentar
Hallo Sten,

ich meine, bei FC-Prints ist irgendwo vermerkt, dass Du bei diesen Formaten nicht interpolieren sollst. Das erledigt FC-Prints dann selber.

Ich habe mal ein paar Bilder (ebenfalls D80) auf 30 x 45 ausbelichten lassen und fand die Ergebnisse schon beeindruckend.

Gruß
Horst
 
Kommentar
Moin,

FC-Prints belichtet mit 400 dpi. Wenn man also seine Prints selbst auf 400 dpi skaliert und selbst nachschärft, bekommt genau das, was man hinschickt. FC skaliert nicht, sondern belichtet pixelgenau.

Die erwähnten 300 dpi Bildauflösung sind ein Standard für den Offset-Druck, der mit 80 Linien pro cm druckt, bei einer Bildauflösung stehen dann 120 Dots pro Zentimeter zur Verfügung, so dass zum Rastern 1,5 Dots pro Linie da sind. Ginge auch mit 1 : 1, dann aber ohne Reserve.

Grüße
Christian
 
Kommentar

Vielen Dank, Krischan für die Bestätigung, denn so habe ich das auch gelesen.:up:

Meine Frage ging aber eher dahin daß ich mich fragte, ob die 400dpi wirklich in der Praxis (also ohne Lupe) erforderlich sind (förderlich sind) oder ob z.b. 200dpi auch fast genausogut aussehen?
ODER noch genauer gefragt: ob ein Bild mit 200ppi das auf 400dpi ausbelichtet wird nicht fast genausogut aussieht?
 
Kommentar
Hallo,


Meiner Meinung nach gibts sich das nicht viel. Ist letztendlich aber auch vom Motiv abhängig. Eine Landschaftsaufnahme, aufgenommen vom Stativ stellt andere Ansprüche als ein Portrait, das große homogene Flächen beinhaltet.

Auch das Medium, auf das man druckt, ist relevant: auf Leinen reichen wohl auch 70dpi aus, weil der Stoff eh nicht höher auflösen kann. Glossy Papier stellt das andere Extrem dar.

Außerdem ist auch noch der Betrachtungsabstand wichtig. Leider gehen die meisten an eine digitale Aufnahme bis zur Nasenspitze ran. Bei 200dpi sind dann eben eher die einzelnen Punkte zu sehen als bei 400dpi (kannste ja mal bei einem Reklameschild machen - da siehste von weitem keine Punkte, mit 20 cm Abstand dann nur noch selbige).
Bei "richtigem" Betrachtungsabstand kannst Du meiner Erfahrung nach durchaus auch noch mit weniger dpi ausdrucken (je weniger, desto eher sind obige Punkte zu beachten).

vg, stefan
 
Kommentar

Ich denke, das Anlegen von 400ppi-Dateien ergibt nur Sinn, wen man tatsächlich 400ppi Informationen hat. Ich habe zum Beispiel mal 200-Megapixel-Panoramen auf das 7000er-Format (4803 x 7118 Quadratpixel) der 30x45-Prints runtergerechnet und auf diesen Prints kann man auch mit der Lupe noch prima Details erkennen.

Eine Kleinbild-Digitale mit 7000er-Format gibt es aber nicht, daher muss entweder zu Hause oder im Labor eine Skalierung stattfinden, während meine Panoramen pixelgenau belichtet werden konnten (Anleitung zum Thema Sicherheitsrand beachten!).

Herzlich

Frank

PS: Es gibt nur zwei Maschinen, die echte 400 ppi auf Fotopapier bringen: Die Lambda (z.B. Megalab in Köln) und das Agfa D-Lab 2 (z.B. Fotocommunity in Bonn)
 
Kommentar
PS: Es gibt nur zwei Maschinen, die echte 400 ppi auf Fotopapier bringen: Die Lambda (z.B. Megalab in Köln) und das Agfa D-Lab 2 (z.B. Fotocommunity in Bonn)

Ergänzung. Gerade erhalte ich von fc-prints folgende Nachricht:

 
Kommentar
Moin,

hätte mich auch gewundert, wenn FC-Prints sich die Dateien mit 400 dpi schicken lässt, um sie dann wieder umzurechnen.
Und die ausführlichen Anleitungen zum pixelgenauen Anlegen der Dateien wären dann auch eher überflüssig.

Ich habe bei FC letztens meine Werkzeug-Composings auf 30 x 30 cm belichten lassen: Erste Sahne. Nach Einsatz des FC-Moni-Kalibriergerätes sehen die Prints so aus wie das Moni-Bild und auch wie die 80 x 80 cm Leinwand-Drucke von Niggemeyer Fineart in Bochum.
Klasse.

Grüße
Christian
 
Kommentar
-Anzeige-